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Kartenhüllen auswählen: Kartenmaß und Hüllenmaß nicht verwechseln

Bei Kartenhüllen können zwei verschiedene Maße auf derselben Produktseite stehen: die Größe der Hülle und die maximale Größe der passenden Karte. Verwechsle sie nicht. Eine Hülle mit den Außenmaßen deiner Karte ist nicht automatisch groß genug. Miss zuerst das tatsächliche Material deiner Ausgabe und prüfe danach die ausdrücklich genannte Kartenkompatibilität.

Fundraum Redaktion · 3 Minuten Lesezeit

Dein Messblatt vor dem Kauf

AngabeSo ermittelst du sie
Kartenbreite und KartenhöheEine unbeschädigte Karte flach in Millimetern messen.
Unterschiedliche FormateJede Kartensorte separat prüfen.
Benötigte AnzahlMaterialliste und tatsächlichen Bestand abgleichen.
Platz im EinsatzFachbreite, Fachhöhe und Stapelhöhe mitdenken.

Runde eine knapp passende Messung nicht zugunsten des gewünschten Produkts ab. Auch ein bekannter Größenname ersetzt die Millimeterangaben nicht. Verschiedene Ausgaben oder Kartensorten können eigene Formate haben.

Ein konkretes Herstellerbeispiel

Gamegenic nennt für seine Inner Sleeves ein Hüllenmaß von 64 × 89 Millimetern und Karten bis 63 × 88 Millimeter. Die beiden Angaben beschreiben also unterschiedliche Dinge. Das Beispiel erklärt die Begriffe; es ist keine Empfehlung dieser Hülle für ein bestimmtes Fundraum-Spiel.

Übertrage die Differenz nicht als allgemeine Zugaberegel auf jede andere Hülle. Material, Nähte und Bauform gehören zum Produkt. Entscheidend bleibt die vom Hersteller genannte passende Kartengröße und eine tatsächliche Probe, wenn die Passung knapp ist.

Erst eine kleine Menge ausprobieren

Wenn möglich, prüfe eine passende Hülle mit einer Karte, bevor du die gesamte Sammlung ausstattest. Die Karte sollte ohne Kraft hineinpassen und wieder entnehmbar sein. Sie darf nicht sichtbar gebogen werden. Betrachte außerdem Spiegelungen bei der Beleuchtung, unter der ihr gewöhnlich spielt.

Teste anschließend einen kleinen Stapel. Lassen sich die Karten halten und ablegen? Bleibt der Stapel stabil? Passt das veränderte Material noch in die Schachtel? Ein geschützter Kartenstapel, der den Deckel hochdrückt oder ständig verrutscht, löst ein Problem und schafft ein neues.

Welche Karten müssen überhaupt in Hüllen?

Eine häufig gemischte Handkarte wird anders genutzt als eine selten angefasste Übersicht. Du kannst den Bedarf deshalb nach tatsächlicher Nutzung beurteilen. Achte aber darauf, verdeckt gezogene Karten nicht durch unterschiedliche Hüllen oder sichtbare Rückseiten zu markieren.

Bei Karten, deren Rückseite Informationen trägt, sind undurchsichtige Hüllen möglicherweise ungeeignet. Prüfe den Ablauf vor dem Kauf. Zubehör sollte die vorgesehenen Informationen erhalten, nicht verdecken oder unbeabsichtigt verraten.

Der letzte Abgleich

Notiere Ausgabe, Kartensorte, gemessenes Format und getestete Hülle zusammen. So kannst du bei einer späteren Nachbestellung nachvollziehen, was tatsächlich gepasst hat. Bestelle nicht allein nach einer Erinnerung an die Farbe der Packung.

Wenn du noch keine Schäden und keine störende Abnutzung bemerkst, ist ein sofortiger Vollausbau nicht zwingend nötig. Ein sauberer Tisch und sorgfältiger Umgang bleiben auch mit Hüllen sinnvoll. Die passende Menge ergibt sich aus deinem Material und deiner Nutzung, nicht aus der Größe eines angebotenen Sets.

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