fundraumbrettspiele
← Spielwissen

Spiele direkt vergleichen

Wizard oder 6 nimmt!: Zwei Arten von Kartenspannung

Du suchst ein Kartenspiel für eine Runde, die Zahlen und kleine Überraschungen mag. Wizard und 6 nimmt! passen beide in dieses grobe Bild, verlangen aber sehr unterschiedliche Entscheidungen. Bei Wizard planst du eine Ansage und beobachtest einzelne Stiche. Bei 6 nimmt! wählst du verdeckt und erlebst anschließend, wie sich mehrere Entscheidungen gegenseitig verändern. Überlege deshalb zuerst, welche Art von Spannung ihr am Tisch haben wollt.

Fundraum Redaktion · 4 Minuten Lesezeit

Kurz beantwortet

Wizard passt zu drei bis sechs Personen, die Stiche vorhersagen möchten. 6 nimmt! funktioniert schon zu zweit und bis zu zehnt, weil alle gleichzeitig eine Karte wählen.

Wizard6 nimmt!
Personen3–62–10
Verlagsdauer45 Min.45 Min.
Verlagsalterab 10ab 8
SpielweiseGegeneinanderGegeneinander
AusgabeDeutsches Grundspiel, AMIGO-Artikel 06900Deutsches Original, Artikel 04910
SpielseiteWizard ansehen6 nimmt! ansehen

Angaben aus den offiziellen Verlagsseiten und Spielregeln der genannten Ausgaben. Preis und Verfügbarkeit bitte direkt bei Amazon prüfen.

Szenario eins: „Ich möchte meinen Plan treffen“

Eine Person schaut auf ihre Karten, schätzt ihre Möglichkeiten ein und möchte später feststellen, wie gut die Einschätzung war. Für diesen Wunsch lohnt der Blick auf Wizard. Die Ansage bildet eine persönliche Messlatte. Mehr gewonnene Stiche sind nicht automatisch besser, wenn sie von der eigenen Vorhersage wegführen.

Damit diese Spannung funktioniert, müssen alle die Grundbegriffe eines Stichspiels verstehen. Besprecht Farbe, Bedienen und die besonderen Karten anhand eines offenen Beispiels. Wer solche Zusammenhänge gern verfolgt, findet darin den eigentlichen Reiz. Wer nach jeder Karte erneut nach der Rangfolge fragen muss, braucht zuerst einen ruhigen Lernabschnitt.

Szenario zwei: „Ich möchte die anderen einschätzen“

Bei 6 nimmt! kann dieselbe eigene Karte je nach gleichzeitig gewählten Karten der anderen unterschiedlich ausgehen. Das macht die gemeinsame Auflösung interessant. Die Spannung hängt daran, was zwischen Auswahl und Auswertung sichtbar wird, nicht an einer persönlichen Stichprognose.

Für eine Proberunde lässt sich daraus eine gute Beobachtungsfrage ableiten: Lachen alle über die unerwartete Reihenfolge, oder ärgert sie vor allem, dass ihre Planung nicht sicher war? Beides ist ein legitimer Geschmack. Die richtige Auswahl besteht nicht darin, das Glück aus einem Spiel wegzuerklären, sondern dessen Unsicherheit passend zu finden.

Was im Ablauf wirklich anders ist

Entscheidungen statt Sterne vergleichen
KriteriumWizard6 nimmt!
EntscheidungsrhythmusReihum im StichGemeinsame verdeckte Auswahl
Eigene OrientierungAnsage und bisherige SticheOffene Reihen und mögliche andere Karten
ErklärschwerpunktStichlogik und SonderkartenAnlegefolge und volle Reihen
Regelmäßige NotizenAnsagen und WertungMinuspunkte der Durchgänge

So trefft ihr eine belastbare Wahl

Nehmt keine pauschale Aussage wie „Das ist einfacher“ als Endpunkt. Fragt stattdessen, welche Regeln eure Runde bereits kennt. Menschen mit Stichspielerfahrung starten bei Wizard anders als eine Gruppe, die meist gleichzeitig Karten auswählt. Vorwissen kann wichtiger sein als eine gedruckte Alterszahl.

Prüft außerdem die konkrete Personenzahl. Die hier behandelten Grundspiele haben unterschiedliche Bereiche; eine Schachtel sollte zur häufigsten Runde passen. Eine große Maximalzahl allein sagt noch nicht, welches Gefühl euch bei kleiner Besetzung gefällt.

Wenn ihr beide ausprobieren könnt, wechselt nicht nach einer einzigen misslungenen Hand sofort das Spiel. Klärt zuerst, ob eine Regel unklar war oder ob euch die Tätigkeit selbst nicht gefällt. Ein verständlich erklärter zweiter Durchgang beantwortet diese Frage meist besser als eine Diskussion über das zufällige erste Ergebnis. Den vollständigen Ablauf findet ihr anschließend auf den jeweiligen Spielseiten.

Quellen